6. Februar 2016

Brüste aus Teig

Bei uns wird jedes Jahr am 5. Februar, dem Tag der heiligen Agatha, Agathabrot gebacken. Der Brotteig ist an sich nichts Besonderes, wird aber aus gesegnetem Mehl hergestellt. Und so schützt das Agathabrot vor Feuer - und Heimweh und Fieber, die ja auch brennen wie Feuer.

Die Geschichte dahinter ist etwas verwirrend. Die Legende sagt: Die „Agatha von Catania“ weigerte sich seinerzeit den römischen Statthalter zu heiraten und sich vom christlichen Glauben abzuwenden. Daraufhin bestrafte man sie, indem man ihr mit glühenden Zangen die Brüste abkniff! Was aber die Meinungsverschiedenheiten nicht wirklich klärte.

Seit dem Mittelalter wird die „Heiligen Agatha“ deshalb mit ihren abgeschnittenen Brüsten dargestellt. Die Gläubigen sahen bar statt abgeschnittener Brüste zwei knusprige Brötchen. Und so entstand der Brauch, am Agatha-Tag gesegnete Agathabrote zu backen.

5 Kommentare:

  1. Bei Euch ist es Brot? Interessant, ich kenne nur die italienische Variante: https://silencer137.files.wordpress.com/2015/07/p1090361a.jpg

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kenne sie eigentlich nur paarweise und ohne Zuckerguss ;-)

      Löschen
  2. Und wo sind die Warzen??

    AntwortenLöschen
  3. Von Agathabrot hab ich noch nie was gehört. Würde es bei so einer grausligen Geschichte auch nicht essen wollen ...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. ja - bei tollen Geschichten sind wir Katholiken unschlagbar...

      Löschen